Geothermie / Erdwärme


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Geothermie

Mit dem Begriff Geothermie bezeichnet man die Erdwärme. Diese Wärme wird im dem Menschen zugänglichen Teil der Erdkruste gebildet. Als Geothermie wird dabei die Energie bezeichnet, die in der Erde gespeichert ist und entzogen bzw. genutzt werden kann. Generell wird die Geothermie zu den regenerativen Energieformen gezählt und im Zuge des Klimaschutzes gewinnt sie an Bedeutung.

Die Nutzung der Geothermie ist direkt möglich. Dann wird sie mittels einer Wärmepumpenheizung zum Heizen und Kühlen verwendet. Aber auch eine indirekte Nutzung ist möglich. In diesem Fall dient die Erdwärme der Erzeugung elektrischen Stroms bzw. einer Kraft-Wärme-Kopplung.

 

Arten der Geothermie

Die Geothermie lässt sich in die oberflächennahe und die tiefe Geothermie unterscheiden. Von ersterer ist immer dann die Rede, wenn die Bohrungen maximal 400 Meter Tiefe erreichen. Hier werden Temperaturen bis maximal 25 Grad Celsius zur Beheizung oder Kühlung von Gebäuden und technischen Anlagen genutzt.

Die tiefe Geothermie lässt sich nochmals untergliedern: Die beiden Systeme, die dabei zum Einsatz kommen, werden als hydrothermale oder petrothermale Systeme bezeichnet. Erstere nutzen das Thermalwasser, um daraus Energie zu erzeugen. Dafür setzen sie an den so genannten Aquiferen, den wasserführenden Schichten, an. Die petrothermalen Systeme dagegen nutzen heißes Tiefengestein. Dieses ist in der Regel frei von zirkulierenden Thermalwässern.

 

Vorteile der Geothermie

Die Geothermie bietet dem Einzelnen eine ganze Reihe von Vorteilen. Zu diesen zählen unter anderem:

  • Schonung der Landschaft und Erhalt des Landschaftsbildes,
  • kohlendioxidarme Energieerzeugung,
  • unendliche Energiequelle,
  • zuverlässiges, dauerhaftes (wetterunabhängig, tageszeitenunabhängig) Energieangebot zu stabilen Preisen.

Zusätzlich kann die Erdwärme einen Großteil des Energiebedarfs abdecken. Alleine die hydrothermalen Systeme sind in der Lage bis zu 29 Prozent des deutschen Wärmebedarfs zu decken. Werden die oberflächennahen Systeme hinzugenommen, so werden noch einmal bis zu 28 Prozent des Wärmebedarfs gedeckt. Im Tiefenbereich zwischen 3.000 und 7.000 Metern steht alleine auf deutschem Bundesgebiet so viel Energie zur Verfügung, dass der Strom- und Wärmebedarf des Landes für 100.000 Jahre damit gedeckt werden könnte.

 

Auch die private Nutzung der Geothermie nimmt zu

Die oberflächennahe Geothermie gewinnt dabei in Deutschland an Bedeutung, da sie auch von privaten Bauherren und Eigenheimbesitzern genutzt werden kann. Mittlerweile sind alleine in Deutschland 318.000 Systeme zur Nutzung der Geothermie installiert worden - Tendenz steigend.

Die tiefe Geothermie dagegen wird genutzt, um ganze Orte und Gemeinden mit Wärme zu versorgen. Wenn auch seltener, so kommt sie ebenfalls für die Stromerzeugung zum Einsatz. Bisher sind 26 derartige Projekte im Bundesgebiet realisiert worden. Das klingt nicht viel, doch sind hier Planungsarbeiten und Realisierungsaufgaben deutlich umfangreicher als im privaten Bereich.